Archivinventare online
Datenbank scopeArchiv
Mit der Datenbank scopeArchiv werden den Benutzern alle Findmittel und Repertorien der im Staatsarchiv Wallis hinterlegten Bestände zugänglich gemacht. Dank der via Internet zugänglichen Suchmaschine scopeQuery können die Benutzer die Bestände des Staatsarchivs Wallis durchstöbern oder zielgerichtete Nachforschungen durchführen (Suchbereiche: Volltextsuche, Zeitraum, Signaturen usw.).
Die Verzeichnungsstufe variiert je nach Inventar: Die Erschliessung geht von der allgemeinen Beschreibung eines Fonds bis zur detaillierten Analyse eines Dossiers oder eines einzelnen Dokuments. Da die Erschliessungsarbeiten des Staatsarchivs Wallis seit vielen Jahrzehnten im Gange sind und sich die Verzeichnungsnormen wiederholt geändert haben, bestehen zwischen den verschiedenen Inventaren recht grosse Qualitäts- und Präzisionsunterschiede.
Die heute angewendeten Erschliessungsregeln befolgen die internationale Norm ISAD(G). Die Findmittel der übrigen Bestände stehen weiterhin in Papierform im Lesesaal zur Verfügung.
Internet-Portal Vallesiana
Das Internet-Portal Vallesiana bietet einen zentralen Zugang zu den Archivbeständen und digitalen Sammlungen des Staatsarchivs Wallis, der Mediathek Wallis und der Kantonsmuseen.
Alle Inventare der Datenbank scopeArchiv sind auch über die Suchfunktion auf dem Portal Vallesiana zugänglich.
Das Portal archivesonline.org
Das Portal archivesonline.org bietet einen zentralen Zugang zu den Dienstleistungen von Partner-Archiven und -Institutionen in der ganzen Schweiz.
Das Staatsarchiv des Kantons Wallis gehört zu den Partnerarchiven dieses Projekts, und alle Inventare der Datenbank scopeArchiv sind auch über die Suchfunktion des Portals archivesonline.org zugänglich.
Staat Wallis
Das Staatsarchiv Wallis verwahrt nach eingehender Bewertung alle von den staatlichen Dienststellen, Ämtern und andern Institutionen produzierten Akten, die von rechtlicher, politischer, wirtschaftlicher, historischer, sozialer oder kultureller Bedeutung sind.
Diese Archivalien sind nach ihrer Provenienz, d.h. nach ihrer Herkunft klassiert; der Ordnungsplan der abgebenden Dienststelle wird beibehalten.Neben den neueren und zeitgenössischen Akten der Kantonsverwaltung hütet das Staatsarchiv Wallis auch die historischen Bestände des Staates.
Die Akten des Staates sind chronologisch geordnet wie folgt:
Vor 1798: Archivbestände Mittelalter und Ancien Régime
Die Bestände AV und AVL, in denen sich die meisten dieser Dokumente befinden, sind inventarisiert, teilweise aber nur summarisch. Diese Quellen ergänzen andere mittelalterliche Archivbestände, vor allem diejenigen des Domkapitels und der Burgerschaft Sitten.
Der umfangreiche Bestand des Ancien Régime enthält die Reihe der Landratsabschiede, Dossiers und Bände mit diplomatischer Korrespondenz, das Landrecht mit Ergänzungen und Interpretationen, Notariatsminuten, Lehenserkanntnisse, Verwaltungspapiere der Landvogteien St. Moritz und Monthey, Chroniken, usw.. Er erstreckt sich vom 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, ist mit einem summarischen Inventar erschlossen, aber wenig erforscht.
1798-1815: Helvetik, Mediation, Département du Simplon und Übergang (H, M, S, T)
Die kurze Zeitspanne zwischen dem Ende des Ancien Régime 1798 und dem Eintritt des Wallis in die Schweizerische Eidgenossenschaft 1815 ist gut dokumentiert und gegliedert in Akten der Helvetischen Republik (1798-1802), der unabhängigen Republik Wallis oder Mediation (1802-1810), des französischen Département du Simplon (1810-1813) und des Übergangs (1813-1815). All diese Bestände sind durch ausführliche Inventare erschlossen.
1815-21. Jahrhundert: Moderne und zeitgenössische Bestände des Staates Wallis
Diese Periode stellt den grössten und umfangreichsten Archivbestand dar. Er enthält die Dokumente des Grossen Rats, des Staatsrats, der Justiz und die von den verschiedenen Departementen und Dienststellen produzierten Akten. Letztere sind nach Departementen gegliedert und – seit dem 20. Jahrhundert – nach Departementen und Dienststellen.
Bezeichnung und Anzahl der Departemente wurden mehrmals geändert. Die Ablage der Akten basiert auf einer dieser Einteilungen. Jedes Departement und jede Dienststelle oder Amtstelle hat eine eigene Nummer. Nach Neueinteilungen der Departemente wurde das Ordnungssystem nicht verändert: die ursprünglich zugewiesenen Nummern wurden beibehalten.
Alte Bezeichnung der Departemente = Archivsignaturen:
- Grosser Rat, Staatsrat, Kanzlei = 1000
- Finanzdepartement (DF) = 2000
- Departement des Innern (DI) = 3000
- Erziehungsdepartement (DIP) = 4000
- Justiz- und Polizeidepartement (DJP) = 5000
- Baudepartement (DTP) = 6000
Les fonds AV et AVL, dans lesquels se retrouvent la plupart de ces documents, ont fait l’objet d’inventaires, en partie encore sommaires. Ces sources constituent un complément des autres fonds médiévaux d’archives, notamment celles du Chapitre cathédral ou de la Bourgeoisie de Sion.
Le précieux fonds de l’Ancien Régime contient la série des Recès de la Diète, les dossiers et volumes de correspondance diplomatique, le Landrecht (droit du pays) avec ses compléments et interprétations, les minutes de notaires, les registres de reconnaissances féodales, les papiers administratifs des gouvernements de Saint-Maurice et Monthey, les chroniques, etc. Ce fonds (également sous AV et AVL), qui s’étend du XVIe à la fin du XVIIIe siècle et qui bénéficie d’un inventaire sommaire, est encore assez peu exploité par la recherche.
La courte période entre la fin de l’Ancien Régime en 1798 et l’entrée du Valais dans la Confédération suisse en 1815 est bien documentée grâce aux fonds de la République Helvétique (1798-1802), de la République indépendante du Valais ou Médiation (1802-1810), du Département français du Simplon (1810-1813) et de la Transition (1813-1815). Des inventaires détaillés rendent ces pièces facilement accessibles.
Ce fonds, le plus riche et le plus volumineux des Archives de l’Etat du Valais, contient les documents du Grand Conseil , du Conseil d’Etat, de la Justice ainsi que la documentation produite par les différents départements et services de l’Administration.
Cette dernière partie est organisée sur la base de la structure de l’Administration valaisanne, soit en départements, puis – dès le XXe siècle – en départements et services.
La dénomination et le nombre de départements ont été modifiés à plusieurs reprises. Le classement des Archives de l’Etat du Valais est basé sur une de ces anciennes répartitions, numérotées, par département et par service ou office. Les changements dans la répartition des départements n’a pas modifié le système de classement : les numéros attribués à l’origine à chaque service sont respectés.
Anciennes dénominations des départements = système de classement des archives:
- Grand Conseil, Conseil d’Etat, Chancellerie = 1000
- Département des Finances (DF) = 2000
- Département de l’Intérieur (DI) = 3000
- Département de l’Instruction Publique (DIP) = 4000
- Département de Justice et Police (DJP) = 5000
- Département des Travaux Publics (DTP) = 6000
Gemeinde-, Burger- und Pfarrarchive
Seit Ende des 19. und während des 20. Jahrhunderts hat das StAW bei der Ordnung von Gemeinde-, Burger- und Pfarrarchiven des Wallis mitgeholfen und von diesen Beständen detaillierte Findmittel erstellt. Fast sämtliche Ortschaften verfügen heute über solche Inventare, die im StAW eingesehen werden können.
Zudem stehen im StAW Kopien aller alten Pfarrregister für genealogische Studien zur Verfügung.
Die Archive der Einwohner- und Burgergemeinden sind bei diesen selbst einsehbar. Einige Einwohner- und Burgergemeinden haben ihre älteren Archive (bis circa 1970) im Staatsarchiv Wallis hinterlegt, wo sie auch konsultiert werden können.
Die Inventare der im Staatsarchiv Wallis aufbewahrten Dokumente sind online abrufbar. Für noch nicht erschlossene Bestände besteht die Möglichkeit, sich an einen Archivar zu wenden.
Familien und private Vereinigungen
Zahlreiche Walliser Familien, Privatpersonen, Vereine, Gesellschaften oder Genossenschaften haben ihre Archive im StAW hinterlegt. Das StAW erstellt jeweils ein Inventar und garantiert in seinen Räumen fachgerechte Lagerung der Dokumente.
Die Privatarchive betreffen meistens nicht nur Einzelpersonen oder Familien, sondern enthalten oft Quellen, die für die Geschichte des Wallis von Bedeutung sind.
Im StAW können auch Inventare von nicht deponierten Privatarchiven eingesehen werden.