Medienmitteilung Departement für Sicherheit, Institutionen und Sport

Cybersicherheit - Verabschiedung der kantonalen Strategie «CyberStratVS»

Der Staatsrat hat die Umsetzung der Strategie für die Cybersicherheit des Kantons Wallis (CyberStratVS) genehmigt; Ziel ist es, den Kanton mit den nötigen Mitteln auszustatten, um die Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit bewältigen zu können. Diese Strategie ist eine Reaktion auf die stetige Zunahme digitaler Gefahren und Straftaten. Sie enthält 13 Massnahmen, wie zum Beispiel die Durchführung einer Bestandesaufnahme, die Sensibilisierung und Schulung von Akteuren und Entscheidungsträgern, die Stärkung des Schutzes und der Reaktionsfähigkeit sowie den Ausbau der Zusammenarbeit aller beteiligten Akteurinnen und Akteure. Die Umsetzung all dieser Massnahmen wird, abhängig von den bewilligten Mitteln und dem ermittelten Bedarf, schrittweise erfolgen.

Die Strategie für die Cybersicherheit des Kantons Wallis (CyberStratVS) wurde vom Staatsrat genehmigt. Ziel ist es, den Kanton mit den nötigen Mitteln auszustatten, um die Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit bewältigen zu können; dies als Reaktion darauf, dass die Digitalisierung der Gesellschaft immer schneller voranschreitet und so auch die damit verbundenen Risiken und Straftaten zunehmen. 2023 verzeichnete die Kantonspolizei Wallis 1126 Straftaten im Bereich der digitalen Kriminalität. Sie stellt im Vergleich zu 2022 insbesondere einen Anstieg der Fälle von unbefugter Datenbeschaffung um 113 Prozent fest.

An der Strategie «CyberStratVS» sind vier Akteure beteiligt: der Staat Wallis, die Gemeinden, staatsnahe und öffentlich-rechtliche Institutionen sowie Betreiber kritischer kantonaler Infrastrukturen, wie beispielsweise Energieproduzenten oder wichtige
IT-Dienstleister des Kantons. Die Strategie hat vier Ziele: aktuelle Kenntnisse über den Stand der Vorbereitungen der Beteiligten erhalten; über die notwendigen Kompetenzen verfügen, um Cyberrisiken bewältigen zu können; ein angemessenes Niveau an Schutz und digitaler Resilienz gewährleisten; und über eine Organisation verfügen, welche die Formen der Zusammenarbeit und die Verantwortlichkeiten der Beteiligten definiert. Diese Ziele werden durch 13 Massnahmen umgesetzt, die in 34 konkrete Aktionen unterteilt sind. Zu letzteren gehören unter anderem die Beurteilung des Reifegrads der Akteure, die Durchführung von Workshops und Veranstaltungen zur Sensibilisierung und Schulung der Nutzerinnen und Nutzer, der Entscheidungsträger und der Akteure (z. B. Führungsstäbe), die Erstellung einer kantonalen Strategie zur Vorfallreaktion und die Einsetzung einer kantonalen Koordinationsgruppe.

Die Strategie «CyberStratVS» wurde von der Arbeitsgruppe «Cybersicherheit Wallis» erarbeitet; letztere besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung und der Kantonspolizei, der Staatsanwaltschaft, dem Verband Walliser Gemeinden, dem kantonalen Datenschutzbeauftragten und wird vom Vorsteher des Departements für Sicherheit (DSIS), Frédéric Favre, geleitet.
Die Einführung der Strategie erfolgt schrittweise in Abhängigkeit der bewilligten Mittel und des ermittelten Bedarfs.