Medienmitteilung Dienststelle für Naturgefahren

Sicherung des Abschnitts Siders-Chippis nach den Überschwemmungen - Aktueller Stand der dringlichen Massnahmen

Nachdem die Rhone im Abschnitt Siders-Chippis im Juni 2024 über die Ufer getreten war, ordnete der Staatsrat dringliche Massnahmen an, um die Sicherheit im Abschnitt zu erhöhen. Gegenwärtig wird an mehreren Stellen im Flussbett und an den Ufern gearbeitet. Die meisten Bauarbeiten müssen bis Mai, dem Ende des Niedrigwassers, abgeschlossen sein. Diese Massnahmen dienen der Überbrückung, bis zur Realisierung der prioritären Massnahme Siders-Chippis. Der Abschluss der Sanierung und Erhöhung der Strassenbrücke zwischen Siders und Chippis sollte gemäss Plan Mitte April erfolgen.

Ende August 2024 beschloss der Staatsrat dringliche Massnahmen zur Wiederherstellung und Verbesserung der Sicherheit am rechten und linken Rhoneufer im Gebiet von Siders und Chippis. Er fasste diesen Beschluss, nachdem am 29. und 30. Juni 2024 Überschwemmungen Wohnhäuser, Gewerbe und das Industriegebiet von in Mitleidenschaft gezogen haben.

Die Umsetzung dieser Massnahmen erforderte eine sorgfältige Planung, denn die wichtigsten Bauarbeiten können nur bei Niedrigwasser von Dezember bis Mai ausgeführt werden.

Linkes Ufer: Sicherung des Industriegebiets

In Chippis begannen die Arbeiten zur Sicherung des Industriegebiets Mitte Februar mit der Befestigung des linken Flussufers, einer ersten Etappe, die Ende April abgeschlossen sein wird. Zur anschliessenden Etappe gehört der Bau von Stützmauern und eines Schüttdamms, der bis Ende Juni fertiggestellt werden soll. Um die Abflusskanäle der Wasserkraftwerke bei Hochwasser zu sichern, wird bis Ende Mai ein provisorischer Schutz eingerichtet, bis die endgültigen, für Ende Jahr geplanten Arbeiten abgeschlossen sein werden.

Rechtes Ufer: Sicherung des Quartiers Sous-Géronde

Die Stützmauer der Alusuisse-Villen am rechten Ufer wurde untersucht, nun wird man die Schwachstellen bis Ende April verstärken. Es befindet sich ein Projekt in Arbeit, um hinter den Villen, oberhalb der Kantonsstrasse, einen Schüttdamm zu errichten. Dieser Damm wird die gleich nach dem Hochwasser verlegten Betonklötze ersetzen.

Um das Flussbett wieder in den Zustand von vor dem Hochwasser zu versetzen, wird man bis Mitte April 60'000 m3 abgelagertes Material abführen, die restlichen 20'000 m3 werden im Winter 2025-2026 folgen.

Die Kosten für diese Massnahmen, die zu einem grossen Teil vom Bund getragen werden, werden auf 8 Millionen Franken geschätzt. Diese dringlichen Massnahmen werden zur Überbrückung ausgeführt, bis die prioritäre Massnahme Siders-Chippis voraussichtlich 2026 realisiert werden kann. Die Sanierung und Erhöhung der Strassenbrücke zwischen Siders und Chippis sollten Mitte April abgeschlossen sein.