Für die Gemeinden
Die Gemeinden tragen eine grosse Verantwortung: Sie müssen den Zugang zu Trinkwasser gewährleisten (durch Quellen, Grundwasser usw.), es aufbereiten, ableiten und den Anforderungen der verschiedenen Wassernutzenden gerecht werden.
In diesen verschiedenen Aufgabenbereichen haben die Gemeinden die Möglichkeit, sich an der kantonalen Strategie zu beteiligen.
Der Zusammenarbeitsprozess umfasst Folgendes:
- Umfang der Kooperation: Welche Gemeinden sind an einer Zusammenarbeit oder einem Zusammenschluss der Wassernetze interessiert?
- Bereiche Wasser: Was sind die wichtigsten Fragen im Bereich Wasser?
- Zahlen: Wie viel Wasser verbrauchen Sie? Wie ist die Wasserqualität? Wie viel Wasser steht Ihnen in den kommenden Jahren zur Verfügung?
- Mögliche Ansätze: Pilotprojekte ermöglichen es, Lösungen zu erproben und die gewonnenen Erkenntnisse mit anderen Gemeinden zu teilen.
- Entscheide: Können wir Wasser besser nutzen, es teilen, verkaufen und einer Gemeinde mit Schwierigkeiten helfen? Können wir uns bei Problemen auf eine andere Gemeinde verlassen? Gibt es ein Potenzial für eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit? Auf dieser Grundlage können die Gemeinden fundiertere Entscheidungen für das Wassermanagement treffen.
Gemeindeübergreifende Zusammenarbeit
Eine Besonderheit der Walliser Gemeinden ist, dass sie alle Eigentümerinnen «ihres» Wassers sind – mit Ausnahme der Rhone. Dies ist auch in Graubünden der Fall. In anderen Teilen der Schweiz ist das Wasser Eigentum des Kantons.
Die Aufgabe des Delegierten für Wasserfragen besteht darin, die Wassereinzugsgebiete, die Gebiete der Zusammenarbeit sowie das gesamte Wallis aus einer ganzheitlichen Perspektive zu betrachten. Dank dieser Detail- und Gesamtansicht lässt sich das Wassermanagement effizienter gestalten, vor allem in den kritischen Zeiten während der Sommer- und Wintermonate.
Die Sommer 2011, 2018, 2020 und 2022 waren zu trocken und stellten insbesondere für die Landwirtschaft, die Wälder, die Tierwelt und die Wasserläufe grosse Herausforderungen dar. Im Gegensatz dazu brachten die Sommer 2021, 2023 und 2024 überdurchschnittlich viel Regen, was zu Überschwemmungen, Murgängen und Schlammlawinen führte, die teils auch das Trinkwasser verunreinigten.
➡️ Impulsprogramm der Wasserstrategie – 2025
Nach den Workshops von 2024 und auf Wunsch der Gemeinden wurde für sie im Jahr 2025 ein Impulsprogramm für Wasserprojekte geschaffen.
Hintergrund
Am 4. Dezember 2013 verabschiedete der Walliser Staatsrat die kantonale Wasserstrategie und sah für deren Umsetzung im Kanton mehrere Stossrichtungen vor, darunter die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, interkommunale Zusammenschlüsse und die multifunktionale Nutzung der Ressource Wasser.
Im Zuge der Umsetzung der Strategie haben die Gemeinden im Herbst 2024 ihren Wunsch nach kantonaler Unterstützung und einem Impulsprogramm zum Ausdruck gebracht. Ziel ist es, gemeindeübergreifende Ansätze und die Mehrfachnutzung von Wasser auf lokaler Ebene oder durch die Zusammenarbeit innerhalb der Wassereinzugsgebiete anzustossen oder zu fördern.
Im Rahmen des verfügbaren Budgets unterstützt das Programm 2025 die freiwillig teilnehmenden Gemeinden durch gezielte Impulse.
Ziele der Impulsprojekte
- Die Zusammenarbeit zwischen den Walliser Gemeinden im Bereich Wasser anregen
- Die Mehrfachnutzung der Wasserressourcen fördern und weiterentwickeln
- Die Wasserversorgung und -bewirtschaftung optimieren
- Unterstützung bei der Aufnahme oder Wiederaufnahme interkommunaler Zusammenarbeit leisten
- Best Practices zwischen den Walliser Gemeinden austauschen
- Die gemeinsame Nutzung und Weitergabe von Daten zwischen Kanton und Gemeinden vereinfachen
Teilnahmevoraussetzungen
- Sämtliche Gemeinden des Kantons Wallis können am Programm teilnehmen.
- An einem interkommunalen Projekt sind mindestens zwei Gemeinden beteiligt, vorzugsweise drei oder mehr.
- Es sollten mindestens zwei wasserbezogene Themen abgedeckt werden (z. B. Trinkwasser, Landwirtschaft, Energie, Biotope, Fauna, Tourismus, Industrie, Brandbekämpfung).
- Die Wasserdaten müssen genutzt werden.
- Die Projektziele müssen validiert und von den Präsidentinnen und Präsidenten der beteiligten Gemeinden genehmigt werden.
- Für die Umsetzung des Projekts bis Jahresende sind eine Struktur für das Projektmanagement und ein klar definierter Prozess erforderlich.
Antragsformular für die Teilnahme an einem Impulsprojekt herunterladen
Die Herausforderung Wasser: Interviews mit Gemeindepräsidenten

Praktischer Leitfaden für Gemeinden
Kontakt
Departement für Mobilität, Raumentwicklung und Umwelt
Adresse Laurent HorvathRue des Creusets 5
Bâtiment Mutua
1950 Sitten CH
Telefon +41 79 687 7167
@ E-Mail Adresse laurent.horvath@admin.vs.ch
Wasserstrategie Wallis